Mängel am besten gleich beseitigen

Jedem unterläuft mal ein Fehler, auch dem Fachmann. Macht ein Kunde einen auf Mängel aufmerksam und man bessert diese nicht gleich aus, kann dies schnell für den Handwerker teuer werden. Dies zeigt sich auch an einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs.

In dem Fall hatte ein Unternehmer eine Heizungsanlage in einem Berufsschulzentrum installiert. Der Auftraggeber beschwerte sich jedoch über eine feuchte Wand und verlangte Nachbesserung. Der Unternehmer wollte nun aber, dass der Auftraggeber zunächst unterschreibe, dass er die Kosten für die Überprüfung trage, falls es doch nicht der Fehler des Handwerkers war.

Der Auftraggeber unterschrieb dies nicht und so kam es nach ein paar Wochen zu einer Havarie in der Berufsschule. Tausende von Liter Wasser flossen in die Wand. Der Handwerker war der Überzeugung, dass der Auftraggeber eine Mitschuld an dem Schaden habe, da er die Erklärung nicht unterzeichnen wollte.

Die Richter sahen dies jedoch anders: Ein Handwerker müsse eventuelle Mängel prüfen und dies auch nachbessern. Dies sei auch der Fall, wenn die Bauleistung schon längst abgenommen wurde und der Auftraggeber die Beweislast für die Mängel trage. Die Unterzeichnung einer Erklärung dürfe der Handwerker nicht zur Bedingung machen.

November 18th, 2010 | Leave a Comment

Videowettbewerb für Azubis im Handwerk gestartet

Handwerk by picasa, TimAuch wenn es im Handwerk langsam wieder bergauf geht, fehlt es der Branche vor allem an Nachwuchs. Noch sind viele Ausbildungsstellen nicht besetzt, was u.a. auch daran liegt, dass viele Jugendliche über manche Handwerks-Berufe nicht genau Bescheid wissen.

Um dies zu ändern und Azubis noch mehr zu motivieren, haben die Kollegen von handwerk.com zusammen mit der IKK und der Signal Iduna Gruppe einen Videowettbewerb gestartet. Unter dem Motto „Newcomer meets Meister – Ein Dreamteam im Handwerk“ sollen hier Azubis etwas mehr über ihren Betrieb und ihre Branche berichten.

Ausbilder und Azubis können hier gerne Hand in Hand zusammen arbeiten und einen kurzen und möglichst originellen Film drehen. (Handyqualität reicht vollkommen aus) Den fertigen Film lädt man dann auf die Homepage, wo sie von den Usern bewertet werden.

Aus den 15 besten Videos wählt dann eine hochkarätige Jury auf der Internationalen Handwerksmesse in München im nächsten März die Sieger aus. Zu gewinnen gibt es zum Beispiel für den Ausbildungsbetrieb einen professionellen Imagefilm für seine Website und Sachpreise.

November 4th, 2010 | Leave a Comment

Familienbetriebe sind wieder im Kommen

Goldhobel by piqs, fotodocIn diesen unsicheren Zeiten scheinen sich immer mehr Handwerker nach Sicherheit im eigenen Betrieb zu sehnen. Das alte und traditionelle Modell des Familienbetriebs wird bei vielen wieder ein Thema und ist damit eindeutig auf dem Vormarsch.

Längere Zeit wurde wenig über Familienbetriebe gesprochen und berichtet, nun scheint es wieder aktuell zu sein. Inzwischen sind 15% der Mitarbeiter in deutschen Handwerksbetrieben Familienangehörige.

Dies macht ja auch Sinn, denn man kennt sich untereinander sehr gut und weiß genau wie man mit bestimmten Situationen umgeht und Probleme löst. Natürlich spielt dabei der emotionale Rückhalt auch eine wichtige Rolle, genauso wie Begriffe wie Vertrauen. Dies spiegelt sich auch bei den Kunden wider, denn die meisten sagen, dass sie Familienbetriebe mit Ehre, Verantwortung und Tradition verbinden. Besonders bei Handwerkern in der Region ein wichtiger Aspekt.

Der Verwaltungsaufwand hält sich in einem Familienbetrieb ebenfalls in Grenzen und die Wege bei einer Entscheidungsfindung und Co. sind kürzer. Voraussetzung ist natürlich immer, dass die einzelnen Familienmitglieder harmonieren.

Oktober 21st, 2010 | Leave a Comment

Carol Höhnischs Buch „Handwerkerverschwörung“ – Wenn frustrierte Handwerker zurückschlagen

Handwerkerverschwörung by handwerkerfust24In den Medien sind Handwerker eine leichte und beliebte Zielscheibe. Okay, viele hatten schon Probleme am Bau oder mit der Einstellung von bestimmten Handwerkern. Doch gerne werden sie in der Öffentlichkeit über einen Kamm geschert. Ja, Handwerker haben bei uns heutzutage keinen großen Stellenwert mehr.

Dabei vergisst man auch gerne, dass die Handwerker selbst mehr als frustriert über ihre Situation sind und natürlich was die Welt ohne die fähigen Hände der Handwerker wäre. Ein satirisches Buch von Autorin Carol Höhnisch möchte mal auf die andere Seite aufmerksam machen und bietet durch „Handerwerkerverschwörung“ eine Möglichkeit sich den Frust einfach von der Seele zu lachen.

Das Buch besteht aus einzelnen Erlebnisberichten, die fortlaufend die Handlung weiterzählen. Satirisch rechnen die Handwerker mit engstirnigen Beamten, arroganten Richtern und gemeinen Bauherren ab. So wird das Bild der Handwerker in Medien und Politik deutlich. Ein absolut empfehlenswertes Buch für beide Seiten! Weitere Infos gibt’s hier

Darüber hinaus kann man auch viele Bücher im Internet bereits kostenlos lesen, bzw. Buchzusammenfassungen zu diesen. Für alle denen nicht die Zeit bliebt, abends noch ein Buch zu lesen, bietet sich dies also an.

September 23rd, 2010 | Leave a Comment

Die meisten Handwerksbetriebe nutzen E-Mail und Co. – Web 2.0 jedoch weniger

In Sachen Werbung, Imagepflege und Akquise bietet das Internet und vor allem soziale Netzwerke und B2B-Foren für alle Unternehmen eine große Chance. Leider haben diese laut einer aktuellen Studie die wenigsten Handwerksbetriebe noch nicht für sich erkannt, wären jedoch grundsätzlich interessiert.

90% der Unternehmen nutzen täglich E-Mail, 84% haben eine eigene Website und immerhin über zwei Drittel haben den Newsletter per E-Mail für sich als Werbemittel erkannt. Das „klassische“ Netz ist also angekommen.

Nur sieht dies beim Web 2.0 leider ganz anders aus. Die meisten Befragten gaben an, dass sie nicht in sozialen Netzwerken und B2B-Communities vertreten sind. Sie sehen darin jedoch auf jeden Fall eine Chance, jedoch fehlen ihnen nach eigenen Angaben die Informationen. Zudem können offenbar nur die wenigsten Chancen und Risiken richtig einschätzen.

Keinen Sinn sehen die meisten Handwerksbetriebe für sich hingegen in Auktionsplattformen und das Netz für Terminplanung und Auftragsverwaltung zu nutzen.

Im Bereich Web 2.0 herrscht im Handwerk also noch Nachholbedarf…

September 9th, 2010 | Leave a Comment

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