Was macht eigentlich ein Möbeltischler?

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Die offizielle Berufsbezeichnung für Handwerker, die Möbel aus Holz und anderen Werkstoffen herstellen, lautet Bau- und Möbeltischler oder -tischlerin. Diese Fachleute fertigen Möbel aller Art für alle Wohnbereiche individuell oder nach genauen Vorgaben an. In ihr Ressort fallen neben den klassischen Einrichtungsgegenständen wie Tische, Schränke oder Kommoden auch Ladenmöbel oder ganze Büroeinrichtungen. Prinzipiell kann ein Bautischler also vom Nachttisch über die Schrankwand bis hin zur Eckbank jedes in einer Wohnung übliche Möbelstück entwerfen und verwirklichen. Ein Bau- und Möbeltischler ist aber nicht nur für bewegliche Gegenstände zuständig, sondern baut auch Fenster, Türen und Deckenverkleidungen. Sogar hölzerne Transportkisten oder Fertigbauteile werden von diesen Fachkräften hergestellt.

Es handelt sich hier also um ein sehr vielseitiges Berufsfeld, das ein hohes Maß an Fachwissen, Geschick und Kreativität erfordert, selbst noch in einem Zeitalter in dem die meisten Kunden ihre Möbel online kaufen. Nicht zuletzt braucht ein Möbeltischler aber auch die Fähigkeit, auf Kundenwünsche einzugehen und gleichzeitig seine oder ihre Expertise einzubringen. Diplomatie ist hier ebenso gefragt wie Einfühlungsvermögen. Auch im Bereich der sogenannten „Soft Skills“ muss sich ein Bau- und Möbeltischler also laufend bewähren. Neben der traditionellen Tischlerei bieten sich daher auch zahlreiche alternative Arbeitsmöglichkeiten für gelernte Möbeltischler, wie beispielsweise in Möbelfachgeschäften oder Baumärkten. Sogar im Bootsbau sind Möbeltischler gefragt, wenn zum Beispiel der Innenausbau einer Jacht fachmännisch durchgeführt werden soll. Besonders viel Spielraum für die eigene Phantasie ermöglicht ein Arbeitsplatz in einer Theatertischlerei, der Bau-und Möbeltischlern ebenfalls offensteht. Stellen im Kulturbereich sind natürlich generell eher dünn gesät, haben jedoch den Vorteil, dass nicht immer nur praktische Alltagsgegenstände die Werkstatt verlassen, sondern auch mal etwas Verrücktes, Originelles, das dafür umso schöner aussieht.

Die Ausbildung zum Möbeltischler ist bundesweit einheitlich geregelt und dauert drei Jahre. Während dieser Zeit lernt eine angehende Fachkraft unter anderem ,welche verschiedenen Holzarten es überhaupt gibt, wie man Zeichnungen und Skizzen richtig anfertigt, wie man Oberflächen behandelt und Kunden richtig berät. Gute Schulnoten in den Naturwissenschaften sind dafür natürlich unabdingbar, ebenso wie mindestens ein erfolgreicher Hauptschulabschluss.

April 14th, 2015 | Kommentieren

Rechtliche Fragen zum Thema Schlüsselverlust

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Der Verlust des Wohnungsschlüssels ist nicht nur ärgerlich, sondern kann für den Mieter, wenn es sich um eine Schließanlage handelt, richtig teuer werden. Ob aber ein tatsächlicher Anspruch auf Erstattung seitens des Vermieters besteht, wenn und ob überhaupt eine Anlage ausgetauscht werden muss, das hängt immer von dem jeweiligen Fall ab.

Wenn im Mietvertrag oder gegebenfalls in der Satzung des Vermieters, beispielsweise einer Wohnungsgesellschaft, wirksam vereinbart wurde, dass der Vermieter einen Anspruch auf Ersatz der anfallenden Kosten bei einem Austausch eines Schlosses oder einer Schließanlage hat, muss der Mieter bezahlen.

Als erstes sei festgestellt, dass eine Mietvertragsklausel, bei der ein Vermieter grundsätzlich berechtigt ist, eine Schließanlage für ein Mietshaus auszutauschen, unwirksam ist, wenn ein Mieter einen Schlüssel verloren hat und sichergestellt ist, dass ein Missbrauch durch einen Dritten bei einem Schlüsselverlust durch den Mieter ausgeschlossen werden kann. Wenn zum Beispiel ein Schlüssel in einen Fluss gefallen ist oder er in einer weiteren Entfernung wie einer anderen Stadt abhanden gekommen ist. Dadurch wird der Mieter unangemessen benachteiligt in Bezug der Gebote von Treu und Glaube.

Bestätigt der Mieter, dass der verlorene Schlüssel keinen Schaden anrichten kann, indem der Schlüssel eventuell in falsche Hände geraten könnte, kann der Vermieter keine neue Schließanlage z.B. vom Schlüsseldienst Köln auf Kosten des Mieters einbauen lassen. Trägt der Schlüssel keinen Hinweis auf die Herkunft des Mieters und kann ein Finder nichts mit dem Schlüssel anfangen, entfällt laut Urteil des LG Berlin (Urteil v. 10.11.1987, 64 S 196/87) der Anspruch auf Ersatz seitens des Vermieters.

Anders stellt sich die Situation dar, wenn der Schlüssel mit aussagekräftigen Papieren verloren ging und eine missbräuchliche Verwendung der verlorengegangenen Schlüssel zu befürchten ist. Oder wenn auch gleichzeitig das Fahrzeug des Mieters gestohlen wurde und auf Grund dessen eine Adresse ermittelt werden kann. Urteil (KG Berlin, Urteil v. 11.02.2008, 8 U 151/07).

März 1st, 2015 | Kommentieren

Konkurrenzkampf: Munitionsvernichtung in Deutschland

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Munitionsvernichtung ist noch immer ein großes Thema in Deutschland. Jährlich werden Tausende von Sprengkörpern, Bomben und Minen entschärft. Firmen wie beispielsweise die Nammo-Buck sind damit beauftragt die deutsche Streumunition, die sich auf 51000 Tonnen beläuft, abzurüsten. Die Vernichtung der Munition geschieht in Pinnow in der Uckermark. Die Entsorgung findet das ganze Jahr lang im Dreischichtbetrieb statt.
Nammo Buck-Chef Christoph Rüssel leitet den größten Deutschland Standort des norwegischen Rüstungs- und Munitionskonzern Nammo.
Grundausstattung sowie ein Großteil der Autfträge der Firma kommen von der Bundeswehr. Aufträge aus aller Welt ergänzen das Auftragsvolumen von Nammo Buck.

Streumunition

Der norwegische Konzern ist einer der führenden Spezialisten in der Munitionsbeseitigung, vor allem im Bereich der Streumunition. Jahrzehntelang war Streumunition eine beliebte Waffe der Bundeswehr und anderer Militärs. Streumunitionen werden als Bomben abgeworfen oder als Raketen oder Artelleriegeschosse verwendet. Die Kraft der Bomben reicht aus Stahlwände zu durchschlagen. Nach Protesten von Waffengegnern wurde diese Form der Munition geächtet, da die Gefahr für die Zivilbevölkerung nach Ende der Kriegshandlungen verletzt oder getötet zu werden, zu groß wurde.

Die Entsorgung

Bis Ende Juni 2014 wurden deutsche Bestände um 80% reduziert, und bis Ende 2015 sollen deutsche Streubomben vollständig beseitigt sein. Insgesamt hat dieser Vorgang 40 Millionen Euro gekostet. Für Fimen wie Nammo-Buck ist dies natürlich ein Vorteil. Das Auftragsvolumen ist gut. Es kommt allerdings nicht mehr an Umsätze heran, als die Waffenlager der NVA entsorgt werden mussten. Irgendwann seien die Bundeswehrlager leer, und damit würden dem Unternehmen wichtige Aufträge fehlen, so Christoph Rüssel dazu im Interview.

Nammo Buck nimmt daher auch internationale Aufträge an. Für die Schweiz werden zurzeit 200.000 Streubombengeschosse entsorgt. Dies geschieht in einem Bergwerk in Norwegen, da die Munition nicht zerlegt werden kann. Weitere Aufträge kommen aus Japan und europäischer Staaten.

In Pinnow wird die Munition vollautomatisch demontiert. Die Metalle werden sortenrein getrennt, der Sprengstoff verbrannt.

Spreewerk Lübben

Sprengstoffvernichtung ist ein Spezialgeschäft, aber natürlich ist Nammo-Buck nicht das einzige Unternehmen in Deutschland. Führend in der Branche ist General Dynamics. Die Firma produziert Bomben und entsorgt diese auch wieder.  Ein weiterer deutscher Munitionsentsorger ist die Tochter der US-Firma General Atomics Spreewerk Lübben. Sie liegt in der Nähe von Berlin und hat 75 Beschäftigte. Hier werden Spezialmunition, Streumunition, Bomben und Raketen entsorgt.
Der Wettbewerb unter den Munitionsentsorgern ist groß.

Die Unternehmen hoffen das der Rückzug der deutschen Truppen aus Afghanistan neue Aufträge für sie mitbringt.
Spreewald Lübben hat aber auch Aufträge aus Taiwan, Dänemark, den Niederlanden, Singapur und Frankreich. In Kroatien wurde kürzlich ein Tochterunternehmen gegründet um Großaufträge aus dem ehemaligen Jugoslawien bedienen zu können.

Dezember 5th, 2014 | Kommentieren

Was tun bei Schlüsselverlust? Muss der Vermieter benachrichtigt werden?

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Ein Schlüsselverlust im Mietsverhältnis ist für alle Beteiligten ein großes Ärgernis. Dies trifft ganz besonders dann zu, wenn es sich bei dem verlorenen Schlüssel um ein Exemplar einer Schließanlage handelt.

Was tun bei Schlüsselverlust?

Grundsätzlich gilt: Schlüsselverlust sofort melden! Auch polizeilich sollte der Verlust registriert werden. Fragen Sie außerdem nach einigen Tagen an den örtlichen Fundbüros und anderweitigen Fundstellen nach. Die meisten Personen, die einen Schlüssel finden, geben diesen an den bekannten Fundstellen ab, da er für sie selbst keinen Wert darstellt. Sollten Sie nicht in Ihre Wohnung kommen, können Sie die Dienstleistungen eines professionellen Schlüsseldienstes, wie zum Beispiel die vom Profi-Schlüsseldienst, in Anspruch nehmen. Dieser unterstützt und berät Sie, was es nun in dieser ersten Phase nach dem Verlust zur Wahrung der persönlichen Sicherheit zu tun gilt.

Muss der Schlüsselverlust zwangsläufig gemeldet werden?

Diese Frage ist mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Wer den Schlüssel einer Mietwohnung verliert, ist verpflichtet, dem Vermieter unverzüglich Bescheid zu geben. Versäumt der Mieter die Meldung des Schlüsselverlusts, kann er für etwaige Folgeschäden, wie zum Beispiel Einbruch oder Diebstahl, verantwortlich gemacht werden. Gerade dann, wenn es sich um den Schlüssel einer Schließanlage handelt, ist das Melden des Verlusts auch für die Sicherheit der anderen Hausbewohner unabdingbar.

Was passiert, nachdem der Schlüsselverlust gemeldet worden ist?

Zwar ist der Vermieter verpflichtet, durch die spezielle Konzeptionierung einer etwaigen Schließanlage dafür Sorge zu tragen, dass die Kosten bei einem Austausch der Schließzylinder und Schlüssel möglichst gering gehalten werden können, jedoch können schnell einmal vierstellige Summen anfallen, die der Vermieter von dem Mieter zurückfordern kann. Hier zahlt es sich aus, eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen zu haben. Diese greift in vielen Fällen des Schlüsselverlusts, sofern dieser unverschuldet und nicht aus Nachlässigkeit passiert ist. Es gibt aber auch bereits diverse Schlüsselversicherungen, die hohe Schadensfälle im Zusammenhang mit der Erneuerung von großen Schließanlagen zuverlässig abdecken.
September 10th, 2014 | Kommentieren

Trends für das Badezimmer – Ideen für die Wohlfühloase

cc by pixabay / jelo-hx

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Wo einst ein Bad aufgrund der geringen Relevanz im Alltagsleben kaum vorhanden, oder gar nach außen ausgegliedert war, ist heute das Badezimmer wichtiger Bestandteil des eigenen Heims und erhält gleichwertige Beachtung bei der Gestaltung wie die anderen Räume.
Das Bad wird als Rückzugsort, als Wohlfühloase erlebt und so setzeten Haus- und Wohnungsbesitzer viele Möglichkeiten bei der Badsanierung um, um sich das entspannende Ambiente zu schaffen, welches nach langen Arbeitstagen verdient ist. Das heutige Bad lässt sich schnell mit jeglichem Schnick Schnack ausstatten, sodass jeder Bauherr den gewünschten Luxus findet. Bereits kleine Veränderungen lassen das Bad zum Highlight in der Wohnung werden.

Das Farbkonzept

Bunte 70er Jahre Fliesen oder weiße Mosaikböden sind einem großzügigen Trend gewichen. Heute sind Böden dunkel gehalten und kontrastieren perfekt mit großen hellen Fliesen an den Wänden. Helle Farben sorgen gerade in kleinen Bädern für Großzügigkeit. Geschickt gesetzte Farbflächen in unauffälligen Tönen (z.B Mint) können das Bad aufwerten. Fototapeten mit leichten Motiven (z.B Wassermotiv), oder Steinmauern liegen im Trend, sind jedoch für große Bäder empfehlenswert. Ist das Bad in hellen Farben gehalten, können auch Badtextilien oder Inventar für farbliche Eyecathcer sorgen.

Die Beleuchtung

Licht ist ausschlaggebend für unsere Stimmung, sodass hier Lichtverhältnisse eine große Rolle spielen. Will man sich im Bad entspannen, wirken kühle Töne wie Grün und Blau beruhigend. Belebend wirken dagegen warme rote und gelbe Lichter. In jedem Fall vermeidet man direktes Licht. Eine originelle Gestaltungsidee ist das Anbringen eines Kronleuchters, oder einer ausgefallenen Deckenleuchte. Das sorgt für Atmosphäre und fällt auf. In einer Wohlfühloase dürfen Kerzen nicht fehlen.

Die Sanitärobjekte

Wer im Bad Platz hat, baut sich freistehende Sanitätobjekte ein. Nichts wirkt so unharmonisch, wie die Aneinanderreihung von durchschnittlichen Badobjekten. Gibt das Bad kein Platz her, können dennoch moderne Möbel das Bad großzügiger wirken lassen. Klare Linien und Formen strukturieren, außergewöhnliche Armaturen springen ins Auge. Wer warme Töne im Bad verbaut hat, kombiniert diese am besten mit runden Sanitärobjekten. Klares Design verträgt sich gut mit kalten Farben. Schöne geschwungene Badewannen vermitteln gleich Entspannung, während ebenerdige Duschen mit Wasserbrausen für schnellen Komfort und Erholung sorgen.

Die Badmöbel

Beim Einrichten des Bades sind keine Grenzen gesetzt. Moderne Badmöbel überzeugt nicht nur mit trendigen Designs, sondern bietet auch Stauraum und praktische Ablageflächen. Hier gilt: Wer auf durchdachte, klare Konzepte setzt, stellt sich helle, frei-schwebende Badmöbel hin. Holzmöbel mit rustikalem Touch kommen gut mit warmen Farben und sorgen für entspannte Wirkung. Da das Bad heute ein wichtiger Bestandteil der Wohnung ist, können hier nicht nur gewöhnliche Badmöbel hingestellt werden, sondern auch Bücherregale, Sessel, Hocker oder ähnliche Wohnraummöbel. Hingestellt wird, was gefällt.

Aufräumen

Und ist das Bad noch so schön gestaltet, hilft es nichts, wenn darin das pure Durcheinander herrscht. Wer entspannen will, muss daher aufräumen. Alle Baduntensilien in wasserfeste Boxen verstauen, das sorgt gleich für mehr Raum und Wohlfühlcharakter. Schöne Accessoires wie originelle Seifenspender oder weiche Badetücher vervollständigen das Wohlfühlbad.

August 22nd, 2014 | Kommentieren

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