Klassifizierung von Sicherheitsschuhen

Sicherheitsschuhe werden als Schutzkleidung eingesetzt. Sie dienen der Unfallverhütung und sind u.a. in der Industrie, bei der Feuerwehr und beim Rettungsdienst gesetzlich vorgeschrieben.
Zur Ausstattung gehören Schutzkappen aus Stahl, die im vorderen Teil des Schuhs zwischen Innenfutter und Aussenschaft eingearbeitet wurden. Das Obermaterial ist überwiegend aus Leder und die Schuhsohle aus Gummi.
Bei den Sicherheitsschuhen gibt es unterschiedliche Klassifizierungen, die die Ausstattung kennzeichnen. Diese unterscheiden sich in mehrere genormte Kategorien, die in der Berufsgenossenschaftlichen Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 191 festgelegt sind.

Die entsprechende Schutzausrüstung der einzelnen Sicherheitsschuhe ergibt sich aus den Anforderungen im jeweiligen Arbeitsbereich. So benötigen z.B. Elektriker Schuhe, die isolierend, oder Feuerwehrleute solche, die flammfest und relativ schnell anzuziehen sind (i.d.R. mit Reißverschluss). In der Industrie werden zum überwiegenden Teil Schuhe der Sicherheitsklasse S2 und S3 verwendet.

Für Sicherheitsschuhe der Stufe S1 ist es ausreichend, wenn diese über eine Zehenschutzkappe verfügen. Diese sollte belastbar bis 200 Joule sein. Dies ist in der Europäischen Norm „EN 20345:2004 für Sicherheitsschuhe“ geregelt. Die Zehenschutzkappe ist vielen umgangssprachlich auch als Stahlkappe bekannt. Sie schützt vor herabfallenden Gegenständen. Außerdem müssen alle Schuhe ab S1 aufwärts von der Sohle her antistatisch sein.

Die weiteren Anforderungen, die an die Schuhe der Klasse S2 gestellt werden, sind neben der Schutzkappe der Schutz vor Feuchtigkeit und Nässe. Hierbei ist der Besitzer der Schuhe ebenfalls gefordert. Er muss sich durch regelmäßige und entsprechende Pflege um deren Erhalt kümmern.

Sicherheitsschuhe der Klasse S3 sind ebenfalls, wie S1 und S2, mit einer Schutzkappe ausgestattet. Die Schuhe dieser Kategorie müssen ferner mit einer durchtrittsicheren Sohle ausgestattet und ebenfalls resistent gegen Nässe und Feuchtigkeit sein. Auch hier sollte eine regelmäßige Pflege für den Erhalt der Eigenschaften sorgen. Die Aufgabe der durchtrittsicheren Sohle besteht darin, den Fuß vor Verletzungen von unten, z.B. durch Verletzungen von spitzen Nägeln o.ä., zu schützen.

Die Klasse S4 besitzt die gleichen Eigenschaften wie Sicherheitsschuhe der Klasse S1, also eine genormte Zehenschutzkappe und Wasserfestigkeit, allerdings handelt es sich hier nicht um einen Sicherheitsschuh, sondern vielmehr um einen Sicherheitsstiefel.

Festzuhalten ist, dass es noch weitere Einteilungen gibt. Diese sind allerdings weniger bekannt und spielen nur an äußerst speziellen Arbeitsplätzen eine Rolle.

Mai 29th, 2010 | Kommentieren

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