Die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer

Die Faszination großer Maschinen - flickr.com/Axel Schwenke

Wo viel produziert und hergestellt wird, da sind große und kleine Maschinen nicht weit. In jeder Fabrik, jedem Werk oder Montageplatz befinden sich elektronische Meisterleistungen, die automatisiert die Arbeit der Menschen übernehmen. Maschinen brauchen dabei kein Gehalt, keinen Urlaub oder Pausen, aber sie brauchen einen Maschinenführer, der sie wartet, pflegt und bedient.

Maschinen können oft groß und komplex sein. In ihnen arbeiten diverse Pumpen, Linearantriebe oder Platinen – Komponenten, die stets perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, denn wenn eine der zentralen Maschinen ausfällt, droht der ganze Betrieb auszufallen.

Eine betriebliche Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer versetzt den Auszubildenden genau in ein solches Umfeld. Mögliche Ausbildungsstätte kann nahezu jeder produzierende Betrieb sein, vom Tierfutterbetrieb über den Stellantrieb Hersteller, bis hin zur Autofabrik. Im Ausbildungsgang erlernt der Auszubildende die Arbeit in einem industriellen Umfeld. Die häufigsten Einstellungen erfolgen in den Branchen Metall, Chemie, Druck oder auch Textilindustrie. Ähnlich liegen auch die Schwerpunkte der staatlichen Ausbildung, die nach dem Berufsbildungsgesetz BBiG anerkannt ist.

Während des Aufenthalts im Betrieb wird der Auszubildende in die tägliche Produktionsroutine eingebunden und erlernt in verschiedenen Produktionsbereichen den Umgang mit komplizierten und komplexen Maschinen, sowie deren Wartung und Instandhaltung. Im Arbeitsalltag fallen für den späteren Maschinen- und Anlagenführer immer wieder Reparatur- und Wartungsarbeiten an, die für den reibungslosen Ablauf in der Produktionsstätte sorgen. Dazu kann es unter Umständen auch vonnöten sein, längere Zeit auf Montage zu bleiben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Maschine die gewartet, repariert oder montiert werden muss, sehr komplex ist. Für gewöhnlich stellt hier die Firma eine sogenannte Monteurwohnung zur Verfügung.

Nach der zweijährigen Ausbildung in einem industriellen Betrieb kann eine schulische Ausbildung folgen und der Auszubildende kann eine Spezialisierung als Maschinen- und Anlagenführer erwerben. Hier werden zum Beispiel Ausbildungen zum Produktionsmechaniker, Feinwerkmechaniker oder Medientechnologen angeboten.

August 13th, 2014 | Kommentieren

Isolierer sind gefragt!

cc by wikimedia/ Riisipuuro

cc by wikimedia/ Riisipuuro

In den letzten Jahren wird nicht zuletzt durch das gestiegene Energiespar-Bewusstsein das Isolieren und Dämmen von Häusern immer wichtiger. Die Energiepreise steigen und steigen, weshalb es kein Wunder ist, dass im Handwerksbereich Isolierer sehr gefragt sind, vor allem da es in Deutschland in diesem Bereich an Nachwuchs mangelt.

Isolierer arbeiten in allen möglichen Bereichen, ob nun bei privaten Baustellen oder im industriellen Bereich in Kraftwerken, an Flughäfen, beim Bau von Schiffen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und abwechslungsreich, was den Beruf interessant macht. Voraussetzung ist mindestens ein guter Hauptschulabschluss sowie Kenntnisse in Physik, Mathematik und Chemie. Ein technisches Verständnis ist ebenso wichtig wie gutes räumliches Sehen. Zudem sollte man körperlich belastbar sein, da es sich um handwerkliche Arbeit handelt, und keine Höhenangst haben, da Arbeit auf Gerüsten schon mal vorkommen kann.

Wer diese Voraussetzungen erfüllt und sich für einen gefragten und gut bezahlten Job interessiert, der kann entweder mit einer zweijährigen Ausbildung zum Isolierfacharbeiter oder mit einer dreijährigen Ausbildung zum Industrieisolierer beginnen. Letzterer kümmert sich nicht nur um die einfachen Arbeiten, sondern ist auch bei der Planung und anderen organisatorischen Dingen beteiligt. Durch Fortbildungen kann man dann später zum Beispiel zum Werkpolierer aufsteigen, der an der Spitze eines Teams steht. Zudem können Isolierer Industriemeister oder Handwerksmeister werden.

März 8th, 2012 | Kommentieren

Dachdeckerinnung Oberschwaben: Mit provokantem Video auf Lehrlings-Fang

Wir haben hier schon häufiger darüber berichtet, dass in vielen Handwerksberufen die Betriebe händeringend nach Nachwuchs suchen. So geht das deutsche Handwerk seit einiger Zeit in die Werbeoffensive und versucht junge Menschen für einen handwerklichen Beruf zu begeistern.

Die Dachdeckerinnung Oberschwaben versucht nun mit einem viralen Spot die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dies gelingt ihnen auf jeden Fall, denn in kurzer Zeit konnten sich etliche Klicks verzeichnen. Dies jedoch leider nicht, weil das Dachdeckerhandwerk so toll oder der Spot so interessant ist, sondern weil das Filmchen ziemlich provokant ist.

Nach eigenen Angaben soll er auch provozieren, aber eben auch gleichzeitig mit den typischen Klischess spielen. Wir alle kennen den Klischee-Anfang von Pornofilmen. Eine Frau öffnet dem Handwerker und der fragt: „Ich soll hier ein Rohr verlegen?“ Genau in diesem Stil ist das Video gehalten. Ob man so Lehrlinge bekommt? Denn schließlich ist für die meisten der Ausbildungsplatz dann doch eine mehr oder weniger ernste Sache, über die man informiert werden will…

November 3rd, 2011 | 1 Kommentar

Mecklenburg-Vorpommern: Handwerk sucht den „Top-Azubi 2011“

cc by flickr/ ME-Arbeitgeber

cc by flickr/ ME-Arbeitgeber

In Mecklenburg-Vorpommern hat man sich einiges einfallen lassen um auf Ausbildungsplätze im Handwerk aufmerksam zu machen. Bewerben kann man sich in diesem Jahr noch für den Wettbewerb „Top-Azubi 2011“.

Am 2. November werden in diesem Rahmen zwölf Azubis aus Mecklenburg-Vorpommern im Kampf um den Titel antreten. Dabei messen sie sich in vier Einzeldisziplinen. So müssen sie beispielsweise Quiz-Fragen rund um das Handwerk beantworten oder sich in einem Rollenspiel einer schwierigen Situation stellen.

Bewerben können sich noch bis zum 30. September alle Ausbildungsbetriebe im Handwerk aus Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist, dass die Lehrlinge am Tag des Wettbewerbs ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben. Für die Teilnahme sind neben den Berufsschulzeugnissen auch die Beurteilung des Betriebs und die Selbstdarstellung des Azubis wichtig.

Veranstaltet wird der Wettbewerb von den Handwerkskammern im Land gemeinsam mit unter anderem den Volks- und Raiffeisenbanken, der Innungskrankenkasse Nord und der Inter-Versicherungsgruppe. Die Bewerbungsunterlagen findet man bei den Handwerkskammern oder auf hwk-schwerin.de.

September 22nd, 2011 | Kommentieren

Handwerk als Wahlfach in beruflichen Gymnasien

cc by flickr/ Zukunft Industrie

cc by flickr/ Zukunft Industrie

War es für die meisten Gymnasiasten früher klar, dass sie nach dem Abitur studieren würden, so zieht es inzwischen immer mehr hin zu einer Ausbildung. So sind beim Handwerk Abiturienten gerne gesehen. In Baden-Württemberg können ab dem neuen Schuljahr Schüler an beruflichen Gymnasien sich für das Wahlfach Handwerk entscheiden.

Geht es nach der Handwerkskammer soll dies in immer mehr Bundesländern möglich sein, denn die Schüler sollen schon früh an handwerkliche Berufe herangeführt und begeistert werden und so natürlich auch Praxiserfahrung und eine gewisse Vorkenntnis sammeln.

In Baden-Württemberg wird das Fach Handwerk zwei Stunden die Woche unterrichtet und im Themenspektrum sind auch Unternehmensführung, Technik oder Marketing vorgesehen. Die Handwerkskammer wirbt momentan kräftig für diese Möglichkeit.

März 31st, 2011 | Kommentieren

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