baeckerwalz.de – Tipps für Bäcker auf der Walz

Handwerksgesellen by wiki, Sigismund von DobschützSeit langer, langer Zeit ist es Tradition, dass Handwerker, nachdem sie ausgelernt haben, auf Wanderschaft, auf die sogenannte Walz gehen. Drei Jahre und einen Tag ziehen sie dann durch die Lande und sollen Erfahrungen für ihre Fortbildung zum Meister erlangen. Lange Zeit dachte man die Tradition würde aussterben, doch in den letzten Jahren entdecken wieder mehr junge Handwerker die Walz für sich.

Bäckergesellen, die solches vorhaben, können sich nun auf einem neuen Online-Portal genau informieren. Auf baeckerwalz.de erfährt man vieles über den Brauch und vor allem wie er in der heutigen Zeit Anwendung findet.

Voraussetzung für die Walz ist, dass man ausgelernt hat, ledig und kinderlos ist. Zudem sollte man unter 30 sein und keine Schulden oder Vorstrafen haben. Drei Jahre und einen Tag dauert die Walz, dabei muss man mindestens 18 Monate Arbeit in Bäckereien und ähnlichen Betrieben nachweisen. Einsätze im Ausland werden doppelt angerechnet.

Bäcker erhalten nach der Walz einen Rabatt von zehn Prozent auf die Kursgebühren bei den Fachschulen im Verbund der Akademie Deutsches Bäckereihandwerk, wenn sie ihren Meister machen wollen.

September 16th, 2010 | Kommentieren

Bäcker verklagen Aldi

Brot by flickr, kochtopfSchon seit längerem ist das sogenannte „Backwerk“ beim Discounter richtigen Bäckern ein Dorn im Auge. Seit einigen Monaten wirbt Aldi Süd nun auch noch mit dem Slogan „ Den ganzen Tag frisches Brot und frische Brötchen“. Dies ging nun zu weit und das Bäckerhandwerk verklagt den Discounter.

Aldi Süd hat etliche Filialen mit einem Ofen ausgestattet, der in den Augen des Marktes eine „technische Innovation“ darstellt und einen Backvorgang über den gesamten Tag verteilt möglich macht.

Die Bäcker werfen Aldi jedoch vor, dass die Brote und Brötchen bereits fertig sind und in dem Ofen nur noch gebräunt werden. Die Kunden würden also keine frische Ware bekommen, was richtige Bäcker enorm stört.

Zudem verwende Aldi aus Ersparnisgründen einen viel zu geringen Roggenanteil im Roggenmischbrot. Mindestens 50% Roggen sind vorgeschrieben, Aldi verwendet leidglich 34%, worunter die Qualität des Brotes erheblich leide.

Mal sehen, wer sich in diesem Streit am Ende durchsetzt…

Juli 22nd, 2010 | Kommentieren

Die Weihnachtsconfiserie – Ein Handwerk, das glücklich macht

Der Weihnachtsmann ist nicht nur in Kinderaugen eine liebenswürdige Gestalt. Die Geschichte vom kinderfreundlichen Weihnachtsmann ist aus der Nikolauslegende entstanden. Ebenso wie der Heilige dient auch diese Figur jedes Jahr dazu, der Familie und den Freunden mit Geschenken Freude zu bereiten.

Die Weihnachtsconfiserie hat in der Konditorei einen hohen Stellenwert. Feinste Rohstoffe und handgefertigt – mit solchen Worten lässt sich dieses Kapitel der Konditorenkunst beschreiben. Daher auch ein ganz besonderes Handwerk und nur etwas für absolute Fachmänner und -frauen. Eine Handwerkskunst, die garantiert Freude schenkt.

Basis der Confiserie bildet Kuvertüre, eine Schokoladenart besonders hoher Qualität. Sie besteht aus vermahlten gerösteten Kakaobohnen, die je nach Sorte mit Milch, Sahne und Zucker vermischt und fein gewalzt wird. Das anschließende Conchieren – zwischen 6 und 48 Stunden – bringt dann eine weitere Geschmacksverfeinerung.

Ein unvergleichliches Geschmackserlebnis wird durch individuelle Variationen erreicht. Dazu gehören Butter, Nougat, Marzipan, Obstbrände, Fruchtmark oder Champagner. Der anschließende „Biss“ beweist die Qualität: ein zarter Schmelz gibt eine Komposition aus feinherber Schokolade und Aromen auf der Zunge frei.

Confiserie macht übrigens schon seit über 300 Jahren glücklich.

Forscher haben herausgefunden, daß Kuvertüre den Hirnbotenstoff „Phenyläthylamin“ (PEA) enthält, der gute Laune und euphorische Gefühle auslösen soll. Das muß schon 1633 „bekannt“ gewesen sein, als Sonnenkönig Ludwig XIV. den Herzog Choiseul aus dem Geschlecht der Grafen du Plessis-Praslin zum Reichstag nach Regensburg schickte. Sein Patissier überzog zur Stärkung der Würdenträger Konfekt erstmals mit Schokolade. Die Praline – zu Ehren des Grafen so benannt – war geboren.

Wer Familie, Freunden oder Gästen eine herrliche Weihnachtsüberraschung bieten möchte, der Weg in die Konditorei lohnt auf jeden Fall. Weihnachtliche Genießerfreuden sind inbegriffen – das garantiert der Confiseur, der in jedem Konditormeister steckt.

November 20th, 2009 | Kommentieren

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