Beruf: Gestalter im Handwerk

Wer neben seinem aktuellen Beruf mehr Kreativität erlernen möchte oder sich in seinem handwerklichen Beruf auf mehr Gestaltung konzentrieren möchte, sollte sich einmal über eine Weiterbildung zum „Gestalter/in im Handwerk“ informieren.

In unterschiedlichen Handwerken sind dieser Personen für die kreative Ausgestaltung der Erzeugnisse verantwortlich. Hierbei kommt es vor allem auf die Konzept und die Formgebung an, so dass ein Gestalter im Handwerk über „schöpferische Fähigkeiten“ verfügen muss.

Diese Berufsgruppe kommen in allen möglichen Handwerksberufen vor: von Raumausstattern oder Friseuren über Glaser oder Tischler bis hin zum Schneider.

Die Weiterbildung dauert ein bis zwei Jahre, je nachdem ob man sie in Vollzeit oder Teilzeit macht. In NRW kann man sich danach noch zum Projektgestalter weiterbilden lassen.

Eine gute Möglichkeit um im Job kreativ zu werden… Natürlich sollte man sich vorher über die Zukunftsaussichten in der jeweiligen Branche informieren!

Mai 25th, 2015 | Kommentieren

Was macht eigentlich ein Möbeltischler?

cc by flickr/ HARO Flooring - Parkett & Laminat

Die offizielle Berufsbezeichnung für Handwerker, die Möbel aus Holz und anderen Werkstoffen herstellen, lautet Bau- und Möbeltischler oder -tischlerin. Diese Fachleute fertigen Möbel aller Art für alle Wohnbereiche individuell oder nach genauen Vorgaben an. In ihr Ressort fallen neben den klassischen Einrichtungsgegenständen wie Tische, Schränke oder Kommoden auch Ladenmöbel oder ganze Büroeinrichtungen. Prinzipiell kann ein Bautischler also vom Nachttisch über die Schrankwand bis hin zur Eckbank jedes in einer Wohnung übliche Möbelstück entwerfen und verwirklichen. Ein Bau- und Möbeltischler ist aber nicht nur für bewegliche Gegenstände zuständig, sondern baut auch Fenster, Türen und Deckenverkleidungen. Sogar hölzerne Transportkisten oder Fertigbauteile werden von diesen Fachkräften hergestellt.

Es handelt sich hier also um ein sehr vielseitiges Berufsfeld, das ein hohes Maß an Fachwissen, Geschick und Kreativität erfordert, selbst noch in einem Zeitalter in dem die meisten Kunden ihre Möbel online kaufen. Nicht zuletzt braucht ein Möbeltischler aber auch die Fähigkeit, auf Kundenwünsche einzugehen und gleichzeitig seine oder ihre Expertise einzubringen. Diplomatie ist hier ebenso gefragt wie Einfühlungsvermögen. Auch im Bereich der sogenannten „Soft Skills“ muss sich ein Bau- und Möbeltischler also laufend bewähren. Neben der traditionellen Tischlerei bieten sich daher auch zahlreiche alternative Arbeitsmöglichkeiten für gelernte Möbeltischler, wie beispielsweise in Möbelfachgeschäften oder Baumärkten. Sogar im Bootsbau sind Möbeltischler gefragt, wenn zum Beispiel der Innenausbau einer Jacht fachmännisch durchgeführt werden soll. Besonders viel Spielraum für die eigene Phantasie ermöglicht ein Arbeitsplatz in einer Theatertischlerei, der Bau-und Möbeltischlern ebenfalls offensteht. Stellen im Kulturbereich sind natürlich generell eher dünn gesät, haben jedoch den Vorteil, dass nicht immer nur praktische Alltagsgegenstände die Werkstatt verlassen, sondern auch mal etwas Verrücktes, Originelles, das dafür umso schöner aussieht.

Die Ausbildung zum Möbeltischler ist bundesweit einheitlich geregelt und dauert drei Jahre. Während dieser Zeit lernt eine angehende Fachkraft unter anderem ,welche verschiedenen Holzarten es überhaupt gibt, wie man Zeichnungen und Skizzen richtig anfertigt, wie man Oberflächen behandelt und Kunden richtig berät. Gute Schulnoten in den Naturwissenschaften sind dafür natürlich unabdingbar, ebenso wie mindestens ein erfolgreicher Hauptschulabschluss.

April 14th, 2015 | Kommentieren

Gehälter für Azubis im Handwerk: Anstieg 2011

cc by flickr/ kochtopf

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Die aktuelle Situation für Azubis im Handwerk war in der Theorie schon lange nicht mehr so positiv. Es werden händeringend neue Auszubildende gesucht und nun vermeldete auch noch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dass die tariflichen Löhne für die Azubis im vergangenen Jahr in ganz Deutschland beträchtlich gestiegen sind.

Leider gibt es immer noch große Unterschiede zwischen Ost und West wie in eigentlich fast allen Berufssparten, jedoch nähern sich die Ausbildungsvergütungen im Handwerk immerhin weiter an. Lag der Unterschied im Jahr 2010 noch bei elf Prozent, sank er 2011 auf neun Prozent. Im Westen sind Auszubildende zum Maurer die, die am meisten unter den Anfängern im Handwerk verdienen. Im Schnitt 943 Euro pro Monat bekommt hier ein Azubi. Im Osten sind es jedoch leider gut 200 Euro monatlich weniger.

Ähnlich sieht die Situation zum Beispiel auch für Metallbauer (West 585 Euro/Ost: 430 Euro) , Gebäudereiniger (West: 648 Euro/Ost: 479 Euro) oder Friseure (West: 465 Euro /Ost: 269 Euro) aus. Im Osten verdient zudem jeder dritte Auszubildende weniger als 500 Euro im Monat. Generell stiegen die Löhne in Westdeutschland um 2,9 Prozent auf einen Schnitt von 708 Euro im Monat an und im Osten um 4,9 Prozent auf einen Durchschnitt von 642 Euro.

Januar 5th, 2012 | Kommentieren

Deutsches Handwerk: Gute Bilanz im dritten Quartal 2011

cc by flickr/ wiseguy71

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Bereits seit einigen Monaten kann sich das deutsche Handwerk über einen wahren Aufwind freuen. Natürlich haben viele im Hinblick auf die aktuelle Schuldenkrise Angst, dass diese positive Phase nicht von langer Dauer ist. Wenn man die Zahlen für das dritte Quartal 2011 ansieht, die das Statistische Bundesamt vor kurzem bekannt gab, dann muss man sich zumindest um dieses Jahr keine Sorgen machen.

Generell verzeichnete das deutsche Handwerk bis Ende September ein Umsatzplus von 5,7 Prozent. Zudem wurden 0,2 Prozent mehr Menschen dort beschäftigt als im Vorjahreszeitraum. Über 5,1 Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland in einem handwerklichen Beruf angestellt.

In allen sieben Gewerbegruppe konnte man im dritten Quartal steigende Umsätze beobachten, wobei die Handwerke für den gewerblichen Bedarf wie Metallbauer oder Feinmechaniker mit einem Plus von 10,9 Prozent die eindeutigen Gewinner waren. Hier konnten 2,2 Prozent mehr Personen beschäftigt werden.

Gut sieht auch die Bilanz im Kraftfahrzeuggewerbe, im Ausbaugewerbe und auf dem Bau aus. Nicht so ganz rosig ist die Lage jedoch weiterhin bei den Handwerken für den privaten Bedarf wie Friseure oder Schneider. Hier gab es einen Rückgang bei den Beschäftigten von 3,5 Prozent. Mit sinkenden Zahlen haben zudem das Gesundheitswesen, Bäcker und Fleischer zu kämpfen.

Dezember 26th, 2011 | Kommentieren

Handwerk sucht schon jetzt Lehrlinge für 2012/2013!

cc by flickr/ kochtopf

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Immer wieder mussten auch wir in den letzten Jahren darüber berichten, dass im Handwerk der Nachwuchs oft händeringend gesucht wird. Immer wieder gibt es Sparten, in denen Lehrstellen unbesetzt bleiben. Dem möchte das Handwerk in Sachsen offenbar vorbeugen und sucht früher als sonst Lehrlinge für das kommende Jahr.

So teilte der sächsische Handwerkstag in dieser Woche in Dresden mit, dass schon jetzt einige Handwerksunternehmen in Sachsen Lehrlinge für das Ausbildungsjahr 2012/2013 suchen. Aktuell handle es sich um rund 400 freie Stellen in über 60 Berufen.

Dazu zählen unter anderem Elektroniker, Tischler, Metallbauer, Bäcker oder Friseure. Mal sehen, ob der längere Vorlauf Erfolg zeigt. Grundsätzlich versucht das Handwerk momentan Jugendliche für einen Beruf in diese Richtung zu begeistern.

Oktober 20th, 2011 | Kommentieren

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