Studie: Aggressivität bei Kunden steigt

Nicht immer nur sind die Handwerker unfreundlich, wie eines von vielen Klischees sagt. Nein, eine Studie der Hochschule Darmstadt zeigt, dass auch die Kunden immer aggressiver werden. So berichten immer mehr Mitarbeiter von verbalen oder sogar körperlichen Attacken im Kundenkontakt.

Die Zahl dabei wächst immer mehr: Wurden 2008 rund sieben Prozent der Befragten schon einmal von einem Kunden körperlich attackiert, sind es aktuell schon fast zehn Prozent. Etwas mehr als drei Prozent berichten sogar von Übergriffen oder Bedrohungen mit Waffen.

Experten raten Unternehmen, auch Handwerksbetrieben, dazu die Mitarbeiter noch gezielter in Sachen Freundlichkeit und Vermeidung von Konfliktsituationen zu unterweisen. Ein einfacher Hinweis des Chefs, freundlicher zu sein oder zu lächeln, reicht manchmal nicht mehr aus.

April 14th, 2011 | Kommentieren

Handwerk als Wahlfach in beruflichen Gymnasien

cc by flickr/ Zukunft Industrie

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War es für die meisten Gymnasiasten früher klar, dass sie nach dem Abitur studieren würden, so zieht es inzwischen immer mehr hin zu einer Ausbildung. So sind beim Handwerk Abiturienten gerne gesehen. In Baden-Württemberg können ab dem neuen Schuljahr Schüler an beruflichen Gymnasien sich für das Wahlfach Handwerk entscheiden.

Geht es nach der Handwerkskammer soll dies in immer mehr Bundesländern möglich sein, denn die Schüler sollen schon früh an handwerkliche Berufe herangeführt und begeistert werden und so natürlich auch Praxiserfahrung und eine gewisse Vorkenntnis sammeln.

In Baden-Württemberg wird das Fach Handwerk zwei Stunden die Woche unterrichtet und im Themenspektrum sind auch Unternehmensführung, Technik oder Marketing vorgesehen. Die Handwerkskammer wirbt momentan kräftig für diese Möglichkeit.

März 31st, 2011 | Kommentieren

Simon Gosejohann ist „die linke Hand des Handwerks“

Bild: handwerk.de/ Emanuela Danielewicz

Bild: handwerk.de/ Emanuela Danielewicz

Bereits durch die Image-Kampagne „Das Handwerk – Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ versuchte das deutsche Handwerk sein Image aufzubessern, was teilweise auch gelang. Zumindest bekam sie einige Preise. Ab März diesen Jahres will man wieder überzeugen und an die alten Erfolge anknüpfen.

Dafür wurde der Comedian und Moderator Simon Gosejohann verpflichtet. In zehn Imagefilmen wird er nach und nach Handwerksberufe vorstellen und will damit Jugendliche für handwerkliche Berufe begeistern.

Gedreht wurde nicht im Studio, so dass neben Gosejohann mit seiner typischen Art vor allem die echten Handwerker selbst im Fokus stehen. Die ersten drei Filme sind bereits abgedreht und stellen die Berufe Fotograf, Bäcker und Orthopädiemechaniker vor. Die Filme mit dem Titel „Simon – die linke Hand des Handwerks“ gibt es ab dem 17. März auf handwerk.de zu sehen.

Februar 24th, 2011 | Kommentieren

Gebäudereiniger: Fast alle Unternehmen zahlen Mitarbeitern Mindestlohn

cc by wikimedia/ TriviaKing

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Besonders im Handwerk und bei Dienstleistungen kommt es häufiger zu Schwarzarbeit und vor allem zu Lohndumping. Um Letzterem vorzubeugen wurden in einigen Bereichen Mindestlöhne eingeführt, die sich nun offenbar bewährt haben.

Seit Januar bekommt die unterste Lohngruppe der Gebäudereiniger-Branche beispielsweise 8,55 Euro im Westen und 7 Euro im Osten. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit lässt nach neuesten Prüfungen verlauten, dass 90% der kontrollierten Firmen im Gebäudereiniger-Handwerk ihren Beschäftigten den Mindestlohn zahlen.

Gegen die restlichen „schwarzen Schafe“ müsse noch verstärkter vorgegangen werden. Besonders positiv wurde allgemein die Einführung des Mindestlohns gewertet, was sich so manch einer in der Politik vielleicht zu Herzen nehmen sollte.

Februar 3rd, 2011 | Kommentieren

Verzerrtes Bild im TV lässt Jugendliche sich nicht für Handwerk interessieren

cc by flickr/ Zukunft Industrie

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Während man nach Jahren der Berufserfahrung meist schnell erkennt, ob die Berufswelt in einer Serie oder einem Film realistisch dargestellt wird, fällt dies Jugendlichen, die gerade am Beginn ihrer Laufbahn stehen sehr schwer. Eine Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat ergeben, dass die meisten Jugendlichen sich in Sachen Berufswahl am Fernsehen orientieren.

In Serien und Filmen arbeiten die meisten als Model, Schauspieler, in der Gastronomie oder im Medienbereich. Dementsprechend beliebt sind die Berufe. Die Studie zeigte aber auch, dass zum Beispiel handwerkliche Berufe dort fast keine Rolle spielen und daher von manchen Jugendlichen auch nicht für die eigene Berufswahl in Betracht gezogen werden.

Ganz klar ist dies ein verzerrtes Bild: In der Realität arbeitet jeder dritte Deutsche in der Produktion, in Serien sind dies gerade einmal 1%! Experten fordern nun auch andere Berufsgruppen im TV zu zeigen. Sollte dies wirklich ein Grund für den Fachkräftemangel sein?

Januar 7th, 2011 | Kommentieren

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