Weiterbildung immer wichtiger durch Fachkräftemangel und Globalisierung

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Die wachsende Bedeutung von Aus- und Weiterbildung im Bereich des Handwerks hat zwei Hauptgründe. Laut Handwerkskammer droht in den folgenden zehn Jahren ein enormer Fachkräftemangel durch den demografischen Faktor in Deutschland. Viele kleine oder mittelgroße Handwerksbetriebe können keinen qualifizierten Nachwuchs für die Geschäftsübernahme finden. Denn mittlerweile macht es sich bemerkbar, dass jahrelang das Thema Ausbildung und Fortbildung stiefmütterlich behandelt wurde. Mit dem Ergebnis, dass der Nachwuchs fehlt.

In immer weniger Regionen ist es üblich, dass die Nachkommen das Familiengeschäft übernehmen wollen. Als Gründe werden hier oft die unsichere Konjunkturlage, die fehlende Kooperationsbereitschaft von Banken, zu finanzieren, und schlichtweg andere Interessenschwerpunkte genannt. Trotzdem können die Handwerkskammern dem Betriebesterben nicht tatenlos zusehen. Daher wird es immer wichtiger, Unternehmern, die bereit sind einen Betrieb zu übernehmen, richtig zu qualifizieren. Neben der Fortbildung zum Meister, kooperieren die Kammern mittlerweile mit Abendakademien, die eine grundständige betriebswirtschaftliche Weiterbildung anbieten.
Die Bedeutung einer zeitgemäßen Ausbildung auch in der BWL und VWL nimmt gerade durch den globalen Handel immer weiter zu. Denn verstehen auch die mittelständigen Unternehmen das Verhalten der Märkte, können andere Strategien entwickelt werden. Das was bislang als bedrohliches Szenario gezeichnet wurde, nämlich dass ferne Märkte in deutschen Unternehmen an Einfluss gewinnen, kann ebenso ein Vorteil sein. Denn der Absatzmarkt für deutsche Unternehmen hat sich im gleichen Maße erweitert. Daher kann zum Beispiel die Einrichtung einer Webseite neue Kunden binden. Durch einen Versandshop im Internet werden zudem neue Kundenkreise erschlossen. Doch das ist nur mit einem guten Marketingkonzept möglich.
Ein weiterer bedeutender Faktor für Fortbildung sind neue Technologien und Materialien. Besonders aus dem Gebiet der Computertechnik werden ständig durch Innovationen neue Verarbeitungstechniken in den Arbeitsprozess eingebracht.
Die Handwerkskammern stehen jedoch erst am Anfang einer wichtigen Entwicklung. Bildungsgutscheine und Bildungsprämie von Seiten des Staates sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur der erste.
Dezember 17th, 2012 | Kommentieren

Simon Gosejohann der Superkönner

Innerhalb der Aktion mit dem Slogan „Das Handwerk – Die Wirtschaftsmacht von Nebenan“ versucht der Deutsche Handwerkstag e.V. Jugendliche, die sich in der Berufsfindungsphase befinden, für handwerkliche Berufe zu begeistern. Zudem stellt sich das Handwerk als „modern, vielseitig und attraktiv“ vor und weist auf die große Volkswirtschaftliche Bedeutung der eigenen Arbeit hin.
Vor allem die Zahlen von fast fünf Millionen Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 465 Milliarden Euro sollen die wichtige Rolle des Handwerks ins Licht der breiten öffentlichen Aufmerksamkeit bringen.

Aus diesem Anlass wurde die Internetplattform www.handwerk.de entworfen, wo junge Menschen sich über Themen wie Berufsperspektiven, Handwerksberufe und Karrierechancen informieren können. Dadurch soll dem insbesondere im Handwerk drohenden Fachkräftemangel entgegnet werden und eine Bessere Besetzung offener Ausbildungsplätze gewährleistet werden.

 

 

Kern dieser Initiative sind fünf kurze Tutorial-Videos von Junghandwerkern, die begleitet durch den Comedian Simon Gosejohann ihre Ideen und Erfindungen vorstellen und während des Videos anfertigen. So werden beispielsweise unter Zurschaustellung handwerklicher Fertigkeiten ein Sessel aus Milchtüten und eine Zentralverriegelung für Fahrräder hergestellt. Ab August dieses Jahres sind Jugendliche dann angehalten Ihre eigenen Ideen auf der Plattform vorzustellen. Der im Januar 2013 ermittelte Gewinner erhält dann die Möglichkeit mit Gosejohann selbst ein professionelles Video zu drehen.
Ein „Berufe-Checker“, der Interessierten helfen soll den passenden Handwerksberuf zu finden und die Vorstellung von 130 Berufen runden das Angebot der Seite ab. „Handwerk ist mein Leben“ stellt außerdem Lebensläufe junger Handwerker/-innen vor, die sich in Ihren Berufen selbst verwirklicht haben und nun von ihren Erfahrungen berichten.
Nicht zuletzt durch das Engagement von Simon Gosejohann erfährt die Kampagne breite öffentliche Aufmerksamkeit. So dank Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Handwerk für seine Arbeit und bezeichnet es als den „goldenen Boden unserer Marktwirtschaft“.

Juli 21st, 2012 | Kommentieren

Das deutsche Handwerk: Kampagne erhält neue Richtung

Das Handwerk ist einer der größten Wirtschaftszweige in Deutschland, trotzdem haben einige Betriebe unter anderem Probleme geeigneten Nachwuchs zu finden. Anfang 2010 startete das deutsche Handwerk deshalb eine groß angelegte Kampagne, die den Deutschen die Bedeutung des Handwerks wieder ins Bewusstsein rufen und Jugendliche für die verschiedenen Berufszweige interessieren sollte.

Die Kampagne „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan“ war sehr erfolgreich und wird nun durch einen neuen TV-Spot und weitere Werbemittel wie neue Plakate ergänzt. Zeigte der erste Spot uns noch wie die Welt ohne das Handwerk aussehen würde, geht der neue Spot in eine andere Richtung. Der Fokus liegt hierbei nun auf den Innovationen und der Qualität, die es im deutschen Handwerk gibt.

Der Spot wurde an über 30 Orten in Deutschland gedreht und soll eine Hommage an die Handwerker selbst sein. Am kommenden Montag wird er im TV zu sehen sein. Der folgende Clip ist eine längere Version, die nur online gezeigt wird:

März 15th, 2012 | Kommentieren

Wurst-Bezeichnung: Fleischerhandwerk setzt sich gegen Aldi durch

cc by flickr/ acht&siebzig

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Das Handwerk gerät in letzter Zeit immer wieder mit Discountern zusammen, denn in Zeiten in denen sich manche Menschen wieder auf Lebensmittel besinnen, die ohne Chemie und vor allem handwerklich gut gemacht sind, wirbt es sich mit entsprechenden Slogans natürlich gut.

So beschwerte sich das Bäckerhandwerk beispielsweise darüber, dass Backautomaten in Filialen aufgebaut wurden und mit frisch gebackenen Brötchen beworben wurden. In einem weiteren Streit gegen Aldi Süd hat sich nun der Deutsche Fleischer-Verband durchsetzen können.

Der Discounter warb bei seiner Marke „Meine Metzgerei“ auf Wurstpackungen damit, dass das Produkt „nach guter handwerklicher Tradition“ hergestellt sei. Laut dem Verband würde man hier die Verbraucher täuschen und die Bereiche Industrie und Handwerk nicht genügend voneinander abgrenzen.

Es gebe einen klaren Unterschied zwischen Produkten aus industrieller und handwerklicher Produktion. Aldi Süd verpflichtete sich auf solch eine Werbung zu verzichten, wohl in erster Linie um einem längeren Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen.

November 10th, 2011 | Kommentieren

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