Einige alte Handwerksberufe vor dem Aussterben

cc by wikimedia/ watch-school

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Wir leben in Zeiten, in denen wir zwar alle viel konsumieren, jedoch meist die Dinge genauso schnell wegwerfen, wie wir sie gekauft haben. Immer weniger Menschen wissen gut gemachte Gegenstände zu schätzen. Alte Möbel oder auch Uhren, die eine Geschichte erzählen und die man von Generation zu Generation weitergibt werden seltener. Schneller wirft man Stücke einfach auf den Müll bevor man sie zu einem Experten bringt um sie reparieren zu lassen.

Dies ist ein Grund dafür, warum immer mehr alte Handwerksberufe dabei sind auszusterben. Dies gilt zum Beispiel für den Beruf des Uhrmachers. Der Nachwuchs fehlt und die alteingesessenen Betriebe können sich kaum mehr halten. So werden Menschen, die Wertarbeit und Qualität zu schätzen wissen und auch eine gewisse Leidenschaft für ihren Beruf mitbringen zur echten rarität.

Ein weiterer Grund für das Traditionssterben im Handwerk ist aber sicherlich auch, dass gute Arbeit einfach ihren Preis hat. Viele Leute können sich solche Dienste einfach nicht mehr leisten oder wollen ihr Geld lieber für andere Dinge ausgeben. Warum soll ich eine alte Uhr reparieren lassen, wenn ich mir in jedem Kaufhaus ein neues Modell für ein paar Euro kaufen kann? Eine Tendenz, die wirklich schade ist. Hoffnung machen da vielleicht noch aktuelle Strömungen, wie der viel zitierte Vintage-Trend…

Februar 2nd, 2012 | Kommentieren

Obi Hammerfrauen: Blog für tatkräftige Schweizerinnen

cc by flickr/ woozie2010

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In der Schweiz versucht die Baumarkt-Kette Obi schon länger die weibliche Kundschaft mehr für das Handwerk zu begeistern. So gibt es dort die Initiative „Hammerfrauen“, die Frauen dazu auffordert, selbst zum Werkzeug zu greifen. So werden beispielsweise Do-it-yourself-Workshops bei Obi speziell für Frauen angeboten.

Passend zu diesem Projekt ist nun der Blog „Hammerfrauen“ an den Start gegangen. Hier können tatkräftige Heimwerkerinnen ihre Projekte und Arbeiten präsentieren, sich Inspiration und Ideen von anderen holen und natürlich über das Thema Handwerk und die Projekte selbst diskutieren.

Alle Frauen, die an einem DIY-Kurs bei Obi teilgenommen haben, bekommen im Anschluss ihren persönlichen Zugangscode zum Blog. Jedoch kann aber natürlich auch jede, die sich für das Thema interessiert, als Gast Beiträge verfassen und an dem Austausch teilhaben. Ob es solch ein Projekt auch nach Deutschland schafft? Schon jetzt bieten ja manche Baumärkte direkt Handwerks-Kurse für Frauen an.

Januar 19th, 2012 | Kommentieren

Gehälter für Azubis im Handwerk: Anstieg 2011

cc by flickr/ kochtopf

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Die aktuelle Situation für Azubis im Handwerk war in der Theorie schon lange nicht mehr so positiv. Es werden händeringend neue Auszubildende gesucht und nun vermeldete auch noch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dass die tariflichen Löhne für die Azubis im vergangenen Jahr in ganz Deutschland beträchtlich gestiegen sind.

Leider gibt es immer noch große Unterschiede zwischen Ost und West wie in eigentlich fast allen Berufssparten, jedoch nähern sich die Ausbildungsvergütungen im Handwerk immerhin weiter an. Lag der Unterschied im Jahr 2010 noch bei elf Prozent, sank er 2011 auf neun Prozent. Im Westen sind Auszubildende zum Maurer die, die am meisten unter den Anfängern im Handwerk verdienen. Im Schnitt 943 Euro pro Monat bekommt hier ein Azubi. Im Osten sind es jedoch leider gut 200 Euro monatlich weniger.

Ähnlich sieht die Situation zum Beispiel auch für Metallbauer (West 585 Euro/Ost: 430 Euro) , Gebäudereiniger (West: 648 Euro/Ost: 479 Euro) oder Friseure (West: 465 Euro /Ost: 269 Euro) aus. Im Osten verdient zudem jeder dritte Auszubildende weniger als 500 Euro im Monat. Generell stiegen die Löhne in Westdeutschland um 2,9 Prozent auf einen Schnitt von 708 Euro im Monat an und im Osten um 4,9 Prozent auf einen Durchschnitt von 642 Euro.

Januar 5th, 2012 | Kommentieren

GfK: Vertrauen in das Handwerk in Deutschland hoch

cc by flickr/ krusenstern

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Die GfK hat in einer internationalen Umfrage nach dem Vertrauen der Bürger in bestimmte Wirtschaftszweige und Institutionen gefragt. Dabei schnitt das Handwerk besonders gut ab und landeten in Deutschland sogar auf Platz eins im Wirtschaftsbereich!

88 Prozent der Befragten in Deutschland sprachen dem Handwerk ihr Vertrauen aus. Nur in den Niederlanden kann sich das dortige Handwerk über noch höhere Vertrauenwerte, nämlich 90 Prozent freuen. Ähnlich gut wie in Deutschland schätzen auch die Österreicher, Belgier und Franzosen das Handwerk ein.

Auf Rang zwei der laut der Umfrage vertrauensvollsten Wirtschaftszweige in Deutschland landet die Unterhaltungsindustrie (wobei hier sicherlich so manch einer schlucken muss). 81 Prozent der Befragten äußerten sich hierzu positiv. Auf Rang drei landeten die Fluggesellschaften mit 73 Prozent.

Wie zu erwarten war, Schnitten die Banken und Versicherungen mit nur 36 Prozent am schlechtesten im Wirtschaftsbereich ab. Noch schlimmer ergeht es den politischen Parteien, von denen nur noch 17 Prozent überzeugt waren.

Dezember 15th, 2011 | 1 Kommentar

Satellitenumstellung: Elektro-Handwerk rechnet mit Engpässen 2012

cc by flickr/ radiobrain_

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Am 30. April 2012 wird hierzulande bekanntermaßen das Fernsehen von analog auf digital umgestellt. Dies bedeutet, dass jeder kurz prüfen sollte, ob Handlungsbedarf besteht. Wer sich dabei unsicher ist oder Hilfe bei der Umstellung selbst braucht, der wird sich an einen Fachmann wenden. Doch damit sollte man nicht zu lange warten. So rechnet das Elektro-Handwerk mit einem großen Ansturm und somit mit Engpässen bei den Terminen.

Betroffen sind von der Umstellung all jene, deren Fernseher an einen Satellitenempfänger angeschlossen ist, der analog empfängt. Ob man reagieren muss, kann man ganz einfach feststellen, indem man bei ARD, ZDF, RTL, ProSieben, Sat1 oder den dritten Programmen auf die Teletext-Seite 198 geht. Dort erscheint dann ein Hinweis, ob man etwas unternehmen muss oder ob man bereits digital empfängt.

In vielen Regionen rechnet das Handwerk trotzdem mit terminlichen Schwierigkeiten und dies könnte bereits ab Januar der Fall sein. So könnten auch entsprechende Teile kurz vor der Umstellung ausverkauft sein. Daher raten Experten dazu sich schon in diesem Jahr um die Umstellung zu kümmern, dann erspart man sich unter Umständen viel Ärger und verhindert, dass nach dem 30. April einfach nur noch ein Flimmern im TV zu sehen ist.

November 17th, 2011 | Kommentieren

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