Handwerk: Fachkräfte dringend gesucht!

cc by flickr/ jk.fotografie

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Handwerkliche Betriebe suchen derzeit dringend nach Mitarbeitern. Vor kurzem haben wir an dieser Stelle von einem Mangel an Lehrlingen berichtet. Dies gilt offenbar im Handwerk generell für Fachkräfte. Dies geht aus einer Studie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks hervor.

Demnach plant gut ein Viertel der 14.000 befragten Betriebe in den kommenden Monaten Fachkräfte einstellen zu wollen. Durchschnittlich haben die Unternehmen zwei freie Stellen im Angebot. Besonders ist der Fachkräftemangel in der Baubranche. Hier will ein Drittel der Betriebe einstellen. Ebenso zwei Drittel der Unternehmen gab an, dass sich auf ihre Stellenausschreibung kein Bewerber gemeldet habe.

In einigen Handwerkszweigen ist laut der Studie die Zahl der offenen Stellen größer als die der Arbeitslosen, was vor allem bei Kälteanlagenbauern, Elektromaschinenbauern und Elektrotechnikern auffällig sei. Der aktuelle Personalbedarf sei größer als in früheren Phasen des Aufschwungs. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks fordert nun, dass Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft schnell über Lösungen nachdenken.

Juli 7th, 2011 | Kommentieren

ELENA wird ausgeweitet – Kritik wächst

Heute am 1. Juli erreicht der Elektronische Entgeltnachweis, kurz ELENA, eine neue Stufe, denn ab heute sind Arbeitgeber dazu verpflichtet neben den digitalen Einkommensnachweisen auch ziemlich sensible Daten für jeden Mitarbeiter zu melden.

U.a. müssen sensible Daten zur Kündigung eingetragen werden: Wann endete das Arbeitsverhältnis? Wie? Wer hat gekündigt? Wie wurde die Kündigung zugestellt? Basiert die Entlassung auf vertragswidrigem Verhalten? Wenn ja, was war der Grund? Gab es vorher Abmahnungen?

Auf all diese Daten können dann zukünftige Arbeitgeber und auch Ämter zugreifen. Offiziell heißt es, es solle dem Bürokratieabbau dienen. Doch Datenschützer sind hier skeptisch, da hier massiv in die Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer eingegriffen wird. Ab 2012 dienen diese Daten übrigens auch zur Berechnung des Arbeitslosengelds, d.h. wer Probleme im Job hatte, kann auch mit weniger Leistungen rechnen. Etliche Betriebe, darunter auch viele aus Handwerk und Dienstleistung sprechen sich erneut gegen ELENA aus.

Juli 1st, 2010 | Kommentieren

Imagekampagne des deutschen Handwerks geht weiter

Fast jeder wird den Spot in letzter Zeit im Kino oder im Fernsehen gesehen haben. Das deutsche Handwerk macht in einer großen Imagekampagne von sich Reden und lenkt den Fokus auf „die Wirtschaftsmacht von nebenan“.

Nun wird die Kampagne ausgeweitet, mit einer neuen Spot-Version, großen Plakaten und Anzeigen. Dabei stellen sie den Zuschauern mit einem Augenzwinkern die Frage: Was wäre das Leben ohne Handwerk?

Ganz klar, in allen Bereichen des Lebens sind wir damit umgeben und jeder von uns brauchte auch schon einmal den Handwerker in der Not… Mit mehr als 4,8 Millionen Beschäftigten ind 151 Ausbildungsberufen und einem Jahresumsatz in dreistelliger Milliardenhöhe macht das Handwerk einen Großteil der deutschen Wirtschaft aus. Eine Tatsache, derer man sich leider immer weniger bewusst macht.

Der Spot, der das ändern soll, ist wirklich gut gelungen und wurde auch bereits international mit Werbepreisen ausgezeichnet:

Mai 27th, 2010 | Kommentieren

Ab wann ist ein Lohn sittenwidrig?

In letzter Zeit hört man ja immer mehr von Fällen, in denen Chefs ihren Angestellten zu wenig Lohn bezahlten. Ein Phänomen, das immer mehr zunimmt. Doch ab wann ist ein Loh zu nierdig, sprich sittenwidrig?

Laut des Bundesarbeitsgerichts ist dann ein Lohn nicht korrekt, wenn er weniger als zwei Drittel des in der Branche bzw. in der Wirtschaftsregion üblichen Lohns beträgt. Was üblich ist, hängt laut den Richtern wieder vom Einzelfall ab.

Der Tariflohn ist dann maßgeblich, wenn mindestens die Hälfte aller Arbeitnehmer in der Branche danach vergütet werden. Eine Tarifbindung ist aber keine Voraussetzung. Als Basis gilt die reine Stunden- bzw- Monatsvergütung, ohne Zuschläge und Zulagen.

Wurde eine solche sittenwidrige Vereinbarung getroffen ist sie nichtig und der Arbeitnehmer hat Anspruch auf die normale Vergütung.

Mai 6th, 2010 | Kommentieren

2010 tausende Lehrstellen weniger im Handwerk

Handwerk und IG Metall erwarten in diesem Jahr einen massiven Rückgang an Lehrstellen im Vergleich zu 2009. Vor kurzem noch waren alle optimistisch, doch nun wendet sich langsam das Blatt. Nach Schätzungen der Experten würden 10.000 Stellen weniger in diesem Jahr besetzt werden.

Das läge auf der einen Seite an der Finanzierbarkeit, weshalb bereits Forderungen nach einem Branchenfonds laut werden, mit dem man die Ausbildung finanzieren könne.

Auf der anderen Seite läge der Grund aber auch an der mangelnden Qualifikation der Bewerber und damit deutlich am Bildungssystem. Viele Bewerber hätten schon Schwierigkeiten mit den Grundkenntnissen. Mehrfach treten Probleme in der Mathematik und beim Schreiben auf. Außerdem würden immer mehr nicht pünktlich erscheinen.

Ein unhaltbarer Zustand, der wohl nur durch umfassende staatliche Änderungen auf Dauer behoben werden kann.

Januar 7th, 2010 | Kommentieren

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