Der Dachdecker Beruf

Ziegeldack mit Dekor

Ziegeldack mit Dekor - flickr/ohschroeg

Ein Dachdecker hat die grundlegende Aufgabe, für die Wind- und Wetterfestigkeit von Gebäuden zu sorgen. Außer dem eigentlichen Dachdecken gehört auch die gesamte Wand-, Dach- und Abdichtungstechnik zu seinem Aufgabenbereich. Ein Dachdecker ist ebenfalls dazu in der Lage, Dachflächenfenster und Solaranlagen fachmännisch einzubauen. Für Metallarbeiten ist dabei häufig die Zusammenarbeit mit Dachspenglern und -klempnern erforderlich.

 

Zu den wichtigsten Tätigkeiten eines Dachdeckers gehören neben der Wärmedämmung an der Außenwand und dem Eindecken von Dächern und Wänden mit Schiefer, Ziegeln, Schindeln, Dachplatten oder -steinen auch das Abdichten aller möglichen Flächen an Dach, Wand und Boden und die Fassadenverkleidung. Dabei kommen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz.

Ein Dachdecker wird ebenfalls für den Aufbau begrünter Dachflächen und den Bau von Vorrichtungen für die Ableitung von Oberflächenwasser eingesetzt. Weiterhin gehören zu seinen Aufgaben die Installation von Blitzableitern und die Abdichtung von Dächern mit Bitumen- oder Kunststoffbahnen und Flüssigkunststoff. Laut Tarifvertrag verdient ein Dachdecker direkt im Anschluss an seine Ausbildung 14,32 € pro Stunde, was einen Bruttolohn von ungefähr 2400 € im Monat ergibt. Es bieten sich durch zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen und Weiterbildungsmöglichkeiten viele Aufstiegschancen für Dachdecker.

Um diesen Beruf zu ergreifen, muss zunächst eine 3-jährige Ausbildung mit praktischen und theoretischen Inhalten abgeleistet werden. Es sind dafür keine konkreten Voraussetzungen festgelegt, jedoch sollte der Auszubildende eine gewisse handwerkliche Begabung aufweisen, keine Höhenangst haben und in guter körperlicher Verfassung sein. Die Ausbildung erfolgt in den drei Kernbereichen der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik und weist viele praktische Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Anbringung eines Dachentwässerungs-Systems auf. Weiterhin müssen die Lehrlinge den sicheren Umgang mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) kennenlernen und auch über kollektive Maßnahmen zur Absturzsicherung Bescheid wissen.

Im theoretischen Teil der Ausbildung werden Inhalte des Baurechts vermittelt, ebenso wie wirtschaftliche Grundlagen des Baugewerbes. Außerdem werden Methoden zur Statikberechnung behandelt. Der Dachstuhl muss so geplant werden, dass er nicht nur die Dachlast, sondern auch eventuelle Schneemassen sicher tragen kann. Weiterhin muss sich ein angehender Dachdecker mit den Bestimmungen zum Wärmeschutz auskennen, um später alles den Anforderungen entsprechend ausstatten zu können.

Nach Abschluss der Grundausbildung ist eine Gesellenausbildung bzw. Dachdecker-Meisterausbildung möglich. Es werden darin erweiterte Kenntnisse, zum Beispiel über spezielle Deckungsmaterialien, vermittelt.

Oktober 10th, 2011 | Kommentieren

Sitemap | Twitter Handwerk-Dienst | BloggerAmt | Impressum |Artikel (RSS) und Kommentare (RSS).